Sacred and Profane
Chorkonzert zur Passionszeit mit Werken des 17. und des 20. Jahrhunderts von Schütz, Gesualdo, Britten und Poulenc
Samstag, 29. März 2025, 20:00 Uhr,
St. Andreas, 50667 Köln, Komödienstr. 6-8, ÖPNV: Köln Hbf.
Sonntag, 30. März 2025, 15:00 Uhr,
Ev. Lukaskirche, 53111 Bonn, Kaiser-Karl-Ring 25a, ÖPNV: Chlodwigplatz
Werke von Schütz, Gesualdo, Schönberg, Britten und Poulenc
Das neue Passionsprogramm des Kammerchores modus novus beschäftigt sich mit dem Leiden der Menschen in Zeiten von Krieg und Konflikt: Wie fassen wir dieses Leiden auf, und wie können wir trotzdem Hoffnung in dunklen Zeiten finden, nicht zuletzt durch die Musik?
Hierzu werden zwei sehr verschiedene Epochen einander gegenübergestellt, in denen die Bevölkerung aber vor ähnlichen Herausforderungen stand. Europa in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war gezeichnet durch die Verwüstung des 30-jährigen Krieges. In dieser Zeit versuchte Heinrich Schütz, in aller Öffentlichkeit des Dresdner Hofs, ein wenig Ordnung ins Chaos durch seine „Geistliche Chormusik“ zu bringen, während Carlo Gesualdo, zurückgezogen auf seinem Schloss in Süditalien, die Musik eher nutzte, um seine privaten, innerpsychischen Kriege zu verarbeiten. Auf eine ähnliche politische Situation stoßen wir auch im 20. Jahrhundert: Mit den vier Passionsmotetten aus dem Jahr 1939 vertonte Francis Poulenc das Leiden und Sterben Christi mitten im Chaos des ausbrechenden zweiten Weltkrieges, während Benjamin Britten im kalten Krieg der 1970er Jahre sowohl die Passionsgeschichte als auch den eigenen bevorstehenden Tod in seiner fabelhaften Vertonung mittelalterlicher Gedichte „Sacred and Profane“ thematisiert, um darin auch Trost und Zuversicht zu finden.